Komplettsanierung nach 10 Jahren Leerstand.

Als Teil eines Siedlungskerns aus dem 17. Jahrhundert stand das Bauwerk seit 10 Jahren leer. Die Eichenpfähle unter den 1,50 m dicken Ziegelmauern waren verrottet. Die Mauern drohten auseinander zu brechen. Ein Stahlkorsett hielt das Haus zusammen. Der mächtige Eichendachstuhl ist original erhalten. Die Restauratoren-Zimmerleute erkannten die 300 Jahre alten Markierungen ihrer Kollegen. Dank der idyllischen Lage mit altem Baumbestand und Alleinlage entschied sich der Bauherr, in diesen alten Mauern sein Familiendomizil zu errichten.

Behutsam wurde das gesamte Mauerwerk mit alten Feldbrandsteinen repariert, gereinigt und neu verfugt. Sommerlicher und winterlicher Wärmeschutz waren bei 150 cm dickem Ziegelmauerwerk schon immer gewährleistet.

In Anlehnung an den Grundriss aus dem 19. Jahrhundert wurden die neuen Räume errichtet. Schiefer, alte Eichenbalken, Lehmputz und feine Edelputzoberflächen stehen im spannungsvollen Kontrast  zu den neuen Baustoffen Stahl, Naturstein und Lack.

Alle Planungs- und Arbeitsschritte wurden in enger Abstimmung und Begleitung mit den Denkmalbehörden abgestimmt.

Der mutige und engagierte Einsatz der Bauherren hat das Bauwerk vor dem endgültigen Verfall bewahrt und Generationen ein prächtiges Denkmal mit zeitgemäßer Nutzung erhalten.